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nc-middelro

Schüler

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Beiträge: 134

Wohnort: Köln

Beruf: Versicherungskaufmann

Auto: Pontiac Trans-Sport 2,3

Gasanlage: BRC Sequent 24

Zweitwagen: Chevrolet Trans-Sport 3,4

2. Gasanlage: KME Nevo Pro

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Mittwoch, 14. Mai 2008, 17:34

GM Pontiac Trans Sport 2,3-16V, Bj. 1996, BRC Sequent 24, Autogas-Rheinland

Hersteller (Auto): GM (Opel)
Typ (z.B. Golf IV): Pontiac Trans Sport
Schadstoffklasse: Euro2
Motor: 101 KW/137 PS
Getriebe (Schalter /Automatik): Schalter
Baujahr: 1996
KM-Stand bei Umrüstung: 135 400
KM-Leistung nach Umrüstung: ca. 80

Hersteller Gasanlage: BRC
Typ (z.B. VSI): Sequent 24
Tank (Art / Grösse): STAKO, 66l, Centre Filled Toroidal (Unterflur)
FlashLube (Ja/Nein): nein
Umrüster: www.autogas-rheinland.de
Umrüstkosten: 1599 EUR
Mehrverbrauch: noch nicht ermittelt

Weitere Details zur Gasanlage (alle Teile von BRC):
Verdampfer-Druckminderer: Genius MB
Steuergerät: Sequent24
Gasabsperrventil: ET 98
Injector Rail: BRC Rail
Einspritzventil: LPG/CNG Injector
Filter: SQ24

Nachdem in unserem Forum (www.pontiac-transsport.net) schon einige Mitglieder ihr Fahrzeug auf LPG umgerüstet haben, konnte ich mir die Technik live mal anschauen und war sofort begeistert. Natürlich habe ich im Laufe von ca. 1/2 Jahr sehr viele Informationen gesammelt, aber allein die Suche nach dem richtigen Umrüster schien und scheint wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Nach Einholen diverser Angebote und weiteren Recherchen, las ich (nicht nur) hier über Autogas-Rheinland die positiven Berichte der Umrüstungen. Nun gut, soviel war mir klar, nicht jedes Fahrzeug eignet sich gleichermaßen gut. Also, Nägel mit Köpfen gemacht und einen Termin vereinbart, bei dem meine grundsätzlichen Fragen zu meiner Zufriedenheit geklärt wurden. Zudem habe ich kompetente Unterstützung gehabt, was mir eine große Sicherheit gab.

Nachdem noch einige kleine Nachfragen in sehr harmonischer Atmosphäre vom Inhaber, Hr. Fox, beantwortet wurden, erteilte ich Mitte März 2008 den Auftrag zur Umrüstung. Am 07.05.2008, 9:00 Uhr brachte ich mein Fahrzeug dort hin und wir besprachen noch die Größe und Position des Tanks sowie die Installation des Kontrollpanels im Innenraum. Danach fuhr er mich zur Fahrzeugvermietung, bei der ich mein geordertes Ersatzfahrzeug in Empfang nahm. (Opel Meriva, 29 EUR/Tag).

Am 08.05.2008 ca. 16:00 Uhr sollte ich dann mein umgerüstetes Fahrzeug wieder in Empfang nehmen. Da ich mittags schon Feierabend machte, konnte ich die Zeit für Einkäufe nutzen. Ca. gegen 18:00 Uhr rief Herr Fox dann an und teilte mir mit, daß mein Fahrzeug leider nicht fertig werden würde, da sie einen Chrylser M300 (oder 300M) stehen hätten, der ihnen erhebliche Probleme bereitet. Herr Fox sagte mir dann die Abholung für den nächsten Tag, Fr. 09.05.2008, zu. Da ich morgens noch arbeiten mußte, sagte ich ihm das ich ab 14:00 Uhr zu Hause erreichbar wäre. Die Mietwagenkosten für den Freitag würde er tragen.

Ca. 15:30 Uhr kam dann der erlösende Anruf, daß mein Fahrzeug fertig wäre. Also in den Mietwagen gesetzt und hingefahren. Allerdings bin ich schon aus gutem sofort losgefahren (Termin war um 17:00 Uhr), denn mehr als 300 km Stau in NRW und Teilsperrung einer Hauptader des Kölner Rings taten ihr übriges, das ich fast pünktlich am vereinbarten Treffpunkt (Mietwagenfirma) eintraf. Schnell Mietwagen abgegeben und kurz darauf kam Hr. Fox schon mit meinem Fahrzeug auf den Hof gefahren.

Damit fing das eigentliche Procedere der Fahrzeugübernahme an. Zuerst erklärte er mir die Funktion der Panels mit LED für Füllstand des LPG-Tanks sowie Kontrolleuchte für den Zustand Benzinbetrieb (=rot) und LPG (=grün). In der Mitte der Schalter für die manuelle Umschaltung. Das ganze Bedienteil ist nicht größer als ein Eurostück. Sogleich startete ich den Motor (auf Benzin), der wie immer lief, um dann nach ca. 5 Sek. auf Gas umzuschalten. Kein Ruckler, Drehzahlschwankung o. ä. was sich irgendwie anders verhielt. Nun gut, das Fahrzeug war warmgefahren, daher mußte ich den Test der Kaltstartphase auf später verschieben.

Zunächst fuhren wir zur (Gas-)Tankstelle, wo ich den Betankungsvorgang üben durfte. Es ist nur eine Frage des Handlings, Schwierigkeiten konnte ich nicht feststellen. Die Tanke hatte an der Säule sowohl Dish- als auch ACME-Pistole. Somit konnte ich beide Adapter, die ich erhielt, auch testen. Sie unterscheiden sich halt in der Konstruktion. Der Tankvorgang selbst bleibt derselbe. Auch wurden mir nicht die vereinbarten 20l Erstbetankung, sondern Gas für 20 EUR zuteil. Auf jeden Fall ein erhabenes Gefühl, wenn sich der Literzähler schneller als der (T)Eurozähler dreht. ;) Das Drücken und Festhalten der Taste ist gewöhnungsbedürftig, kann ich aber verschmerzen. Apropos Schmerzen: An meiner Technik muß ich noch feilen, wenn ich künftig Schmerzen im Handgelenk vermeiden will.

Dann kamen wir zum für mich interessantesten Punkt, den eingebauten Komponenten. Mal kurz am Heck gebückt und den runden Tank in Augenschein genommen. Da die Anschlüsse mittig zur Hinterachse zeigen, sind sie bei einem Auffahrunfall geschützt. Und nun Haube aufgemacht und da lag sie vor mir. Hr. Fox erklärte mir alle verbauten Teile und deren Positionen. Aufgrund der Platzverhältnisse mußten keine Schläusche gekürzt oder längere eingebaut werden. Somit wäre die Anlage später in Originalzustand wiederzuverwenden. (Nunja, ob's denn wirklich ein Vorteil ist.)

Die gesamte Installation machte auf mich als Laien einen sehr aufgeräumten und sauber verarbeiteten Eindruck. Wichtig war u. a. der größere Verdampfer, weil der zum Original-Kit gehörende nicht für diese kw-Leistung ausgelegt ist. Ging aber zu seinen Lasten, also hat den Preis nicht nachträglich beeinflußt. Die Diagnose-Buchsen zum Steuergerät sind leicht zugänglich. Wie schon an anderer Stelle gepostet wurde mein Ansaugkrümmer abgebaut, da aus Metall. Bei Kunststoff wird er nicht demontiert. Aufgrund der Dichte der Installation in diesem Bereich konnte ich nur eine Einspritzdüse sehen. Da die Benzindüsenleiste eine Plazierung senkrecht von oben verhindert, wurde sie in einem Winkel von (geschätzten) 45° zur Senkrechten gesetzt.

Die Verkabelung wurde ebenfalls sehr sauber ausgeführt, wobei mir genau auf dem Krümmer Kabel aufgefallen sind, die keinen Hitzeschutz haben. M. E. wird auch der Ansaugkrümmer nennenswert erwärmt und daher sollten sie meiner Meinung nach auch in einen Schutzmantel gelegt werden. Das kann ich aber kurzfristig per Telefon klären und ggf. bei der 1. Inspektion korrigieren lassen.

Insgesamt bin ich rundum zufrieden, wenn auch noch wenig Kilometer gefahren, aber das lange WE hat mehr zum Grillen als Autofahren eingeladen. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, wie gut die Arbeit tatsächlich war. Zumindest weiß ich bereits, daß die Einschalttemperatur auf 35° eingestellt ist. Sollte die Anlage bis zur Inspektion zuverlässig laufen, wird die Einstellung nach unten korrigiert. (ca. 30°). Wir werden sehen.

Mit dem einen Tag Verzögerung konnte ich gut leben, da ich mich seelisch sowieso darauf eingestellt hatte und mir lieber ist, noch einen Tag warten zu müssen, als daß so ein Umbau dann husch husch zuendegebracht wird und sich noch Fehler einschleichen. Zudem war seit mittags beim TÜV, wo wohl vor dem langen WE sehr viele auf den Gedanken gekommen sind, noch schnell ihre HU/AU durchführen zu lassen.

Zum Abschluß sind wir dann in sein Büro zurückgefahren, wo er noch kurz eine Übernahme eines Fahrzeugs durchgezogen hat, bevor wir zur Übergabe der Papiere kamen. Da war es schon ca. 19:00 Uhr, also von Feierabend keine Spur. Außerdem kam kurz darauf der Besitzer des Chrysler 300 (siehe oben, kurzfristig reingekommen), der ebenfalls sein Fahrzeug in Empfang nehmen wollte. Dennoch lief auch jetzt noch alles ohne Hektik ab.

Als da waren:
- Einbaubescheinigung mit Auflistung aller Komponenten und deren Prüfzeichen
- GSP-Bericht vom Dekra (ohne Probleme)
- Unterlagen zur Anlage

Das AGG selbst habe ich für mein Fahrzeug nicht zu Gesicht bekommen, weil das bei der Prüfstelle verbleibt. Ich nehme an, das soll auch einem Mißbrauch vorbeugen. Sei's drum, er hat mir dann eine andere als Beispiel gezeigt.

Blieb dann nur noch die Rechnung, die er auch im Detail durchgegangen ist und natürlich deren Begleichung. Eine Kleinigkeit, die aber Vertrauen schafft, ist die Tatsache, daß er das Geld nicht nachgezählt hat, "weil er mir vertraue". Sollte man auch nicht überbewerten, dennoch wie ich finde erwähnenswert.

Und dann war es soweit, endlich allein in der großen weiten Gasfahrerwelt. Wie es immer so ist, man investiert einen nicht unerheblichen Betrag und merkt davon im Fahrzeuginneren nix, außer nem Eurostück großen Panel. :( Aber so ist das und ich hoffe, das bleibt noch lange so.
Als erster Test stand dann heute morgen die Kaltstartphase und die Frage an, wann er auf Gas umschaltet. Und nach 500m in unserer 30er Zone sprang er auf Gasbetrieb um. Nix sonst irgendwie Verdächtiges, was mein waches Auge und Ohr aufgefallen wäre. So soll es ja wohl sein, oder?

Diese Aktion und deren Ablauf hat mich darin bestärkt, daß gesunder
Menschenverstand, Vertrauen und keine übertriebenen Erwartungen gute Voraussetzungen für eine gelungene Umrüstung sind. Mag auch sein, daß ich einfach nur Glück hatte, aber damit täte man den überwiegend kompententen Umrüstern auch unrecht. Leider gibt es wie überall schwarze Schafe.

So gesehen kann ich diesen Umrüster nur wärmstens empfehlen, zumal auch die Preise mehr als konkurrenzfähig sind.

Rolf
»nc-middelro« hat folgende Dateien angehängt:
Pontiac Trans-Sport 2,3l-16V, 101kW, Bj. 1996, 158Tkm (LPG: 23 Tkm)
:brc: Sequent24
Chevrolet Trans-Sport 3,4l, 136kW, Bj. 2000, 164Tkm (LPG: 8 Tkm)
:kme: Nevo Plus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »nc-middelro« (14. Mai 2008, 17:40)


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